Neues Vorbereitungswissen für die Zukunft, in der ich irgendwann mal Vater sein könnte. How To DAD zeigt dieses Mal, wie unterschiedlich man an den Spielplatzbesuch mit einem Kleinkind rangehen kann. Natürlich in gewohnt ironisch-unterhaltsamer Art und Weise. Daumen hoch!
Oh man, das arme Kind. Ich will nicht wissen, wie oft es für die perfekte Einstellug durchs Bild gescheucht wurde. Wahrscheinlich hat’s ihr auch noch Spaß gemacht, weil sie sich freut, dass Papa mit ihr spielt. Die Kleine merkt ja nicht, dass ihr Daddy sie für seinen Selbstdarstellungswahn missbraucht. Wenn die Liebe zu sich selbst und den Followern wichtiger ist, als einfach die Zeit auf dem Spielplatz zu zweit zu genießen, tut mir das Mädchen einfach nur Leid. Und ich wette, er denkt selbst auch noch, es wäre cool so etwas mit dem Nachwuchs zu machen.
Maik, wenn du mal Vater wirst: Lass das Kind zu 100% aus dem Blog raus. Erwähne es am besten gar nicht. Dein Leben mit Umzug, Reisen und co kannst du gerne teilen, aber wenn jemand nicht entscheiden kann und gar nicht weiß, wer ihm beim unschuldigen Spielen zusieht, ist es das Letzte, ihn für ein paar Klicks in die Öffentlichkeit zu ziehen. Ganz davon abgesehen, dass irgendwann die Erkenntnis kommen wird, dass die schönen Erinnerungen vor allem dann entstanden sind, wenn Papa nen neuen Blogbeitrag schreiben wollte, weil er den Zuspruch (und das Geld) von fremden Internet-Nerds brauchte.
Oh man, die arme Empörungsgesellschaft. Ich persönlich würde wohl auch nie mein Kleinkind im Internet präsentieren, aber am Ende ist es die Sache eines jeden Elternpaares, da ist fremde Bevormundung komplett fehl am Platz. Außerdem ist das Ganze bei ihm sehr organisch gewachsen, die Kids haben (wie du selbst schreibst) Spaß daran und ich glaube kaum, dass sie das stundenlang filmen und abseits dessen keine Zeit für Spaß haben (gehe da eher von 10-20 Minuten Filmspaß für so ein Video aus). Im Gegenteil: Durch seine YouTube-„Arbeit“ dürfte er allgemein viel mehr Zeit und Freiheiten für sie haben.
Wenn du es anders machen würdest oder machst – kein Problem, alles bestens, total verständlich, wie gesagt würde ich es kaum anders machen, denke ich. Aber so eine Meinung kann und sollte man nicht derart von Oben herab schreiben, als hätte man die Weltformel für alles und alles andere ist komplett falsch. Am Ende ist vieles, was nach Spaß ausschaut auch vor allem das: Spaß. Da muss man nicht immer mit der mahnenden Ernsthaftigkeits-Keule herum schwingen. Meine Meinung.